"Geschichten für eine immer schneller
werdende Kultur" ist der Untertitel zur deutschen Ausgabe
von "Generation X". Wenn der Verlag damit den
Kulturwandel an sich meint, hatte er richtig getippt: Das
Schlagwort der Generation X ist so schnell verschwunden, wie sich
die verzweifelten Marketing-Leute darauf gestürzt haben.
Hatte der Übersetzer aber die Generation des Douglas
Coupland im Hinterkopf, so lag er falsch. Das Wort
"schnell" kennt diese Generation nicht mehr und
"schnell" ist auch im Roman nichts. Die Hauptpersonen
tun nämlich gar nichts, höchstens einen dieser
berühmt gewordenen "Mac Jobs", erzählen sich
Geschichten und rauchen ab und zu eine Zigarette.
Das tönt langweilig, ist es aber nicht. Denn ein Kultbuch
ist "Generation X" allemal, auch wenn die Euphorie vor
einigen Jahren zu Recht wieder einer Nüchternheit gewichen
ist, denn der Autor konnte mit dem Nachfolge-Roman
"Microserfs" seinen Erfolg nicht mehr bestätigen.
Wenn er nicht gelangweilt auf gesponserten Events irgendwelche
Videos präsentiert, tut Coupland wohl dasselbe wie seine
Helden: nichts.

Goldmann 1991
ISBN 3-442-41419-91
sFr 12.90
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erstellt 02-07-96/otter - nachgeführt 07-10-04/
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