Kunst im öffentlichen Raum
Trotz Kontroversen um moderne Kunstwerke wie " The Cube" von Sol LeWitt, der nun schon seit Jahren zwischen den Instanzen hin- und hergeschoben wird, ist die Stadt Zürich seit jeher eine Plattform für öffentliches - und somit auch kostenloses - Kunsterlebnis.
Heureka
Beim Hafen Riesbach am Zürichhorn bewegt sich
zweimal im Tag die "Heureka", eine spektakuläre, riesige Eisenplastik des
unlängst verstorbenen Jean Tinguely. Quietschend und klappernd wie alle der - oft
umstrittenen - Werke von Tinguely liefert sie Zeugnis von der Rastlosigkeit unseres
Daseins. Ein belebender, aufwühlender Kontrast inmitten der idyllischen Umgebung.
Max-Bill-Plastik an der Bahnhofstrasse
Auch
diese Skulptur, eine begehbare Installation aus grauen Marmorquadern des Zürcher
Konstruktivisten Max Bill, war bei ihrer Errichtung das Ziel von Spott und Häme.
Zynische Vergleiche mit Stonehenge wurden von bösen Zungen ausgesprochen. Heute
haben sich Zürcher und Skulptur aneinander gewöhnt und das Kunstwerk dient durchaus auch
einmal mittagspausierenden Bankern als Sitzgelegenheit.
Die Glasfenster von Marc Chagall in der Fraumünsterkirche
In den Jahren 1970 und 1978 schuf der
französische Maler Marc Chagall im Chor der Fraumünster-Kirche fünf hohe Glasfenster
und eine Rosette. Die Werke, in dem für Chagall charakteristischen Blau gehalten, bilden
einen wesentlichen kulturellen Anziehungspunkt und fehlen auf keiner Stadtrundfahrt.
Graffiti - wilde Kunst
Die gegenwärtige stadtzürcher Architektur ist durch viele phantasielose
Betonflächen geprägt. Aber Eisenbahn-Durchstiche, Viadukte, Brückensäulen und sonstige
meist öffentlichen Bauten bieten ideale Leinwände für phantasiereiche Spray-Malereien
der alternativen Art, die ohne jegliche behördliche, polizeiliche oder kulturkomiteeliche
Erlaubnis, geschweige denn staatliche Subventionen entstehen - Graffitikunst also.
Ursprünglich in den 80er Jahren als Imitation von ähnlichen Kreationen in
USA-Grossstädten wie New York und Los Angeles erschienen, hat die Zürcher Graffiti-Szene inzwischen einen
gewissen stadteigenen Stil entwickelt.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
||
| Über uns | Kolumnen | Suchen | Interessensgebiete | Hilfe | Feedback |
© 1995 - 2006 ZÜRiNFO









